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Vers des Tages

“Halte an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christo Jesu. Dies beigelegte Gut bewahre durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.” (2 Timothy 1:13-14)

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Seit Jahrhunderten suchen die Menschen nach einer geheimen Botschaft und Erkenntnissen im Alten Testament der Bibel.

Vilna Gaon, einer der bedeutendsten Gelehrten der gesamten jüdischen Geschichte, ein Talmud- und gleichzeitiges Mathematikgenie aus dem 18. Jahrhundert, war ein Rationalist und entschiedener Gegner aller unreflektierten Mystizismen. Und gerade von ihm stammt die These „Alles, was ist und bis zum Ende der Zeiten sein wird, ist in der Torah, den ersten fünf Büchern der Bibel, enthalten.

Der Code
Der Code

Diese Behauptung von ihm, dem Rationalisten per se, war nicht sinnbildlich gemeint, sondern absolut wörtlich: „... und dies nicht nur in einem allgemeinen Sinne, sondern unter Einschluss des individuellen Schicksals jedes einzelnen Menschen mit allen Geschehnissen und Ereignissen von der Geburt bis zum Tod, desgleichen aller existierenden Tiere und Kreaturen, aller Kräuter und Pflanzen und von allem, das wächst oder sich nicht bewegt". (Jeffrey Sanitärer, Die verborgene Botschaft der Bibel, Goldmann-Verlag, München, 1997 (u.1998), Seite 22)


Grundlage für die Suche nach geheimen Botschaften ist die jüdische Torah, übersetzt als das Gesetz oder die Lehre. Sie besteht aus den fünf Büchern Mose des Alten Testaments und wurde vor fast 6000 Jahren mündlich überliefert oder niedergeschrieben. Sie soll die geheimen Botschaften enthalten. Die ersten Belege ihrer schriftlichen Überlieferung reichen wahrscheinlich bis in das 6. bzw. 7. Jahrhundert v. Christi zurück. Es sind aber keine vollständigen Texte aus dieser Zeit erhalten. In 1947 zufällig von einem Hirten gefundenen Biblischen Schriftrollen (Biblische Bücher und Apokryphen) gibt es sämtliche alttestamentarischen Bücher bis auf das Buch Ester. Diese Schriften sind auf das 3. bis 1. Jahrhundert v. Christi datiert (vgl. Das Zeitalter der Bibel, Roberta L. Harris, Bechtermünzverlag, 1998, S. 122). Dies widerspricht Darstellungen, nach denen das Alte Testament (Torah) in seiner Vollständigkeit nach mündlichen Überlieferungen erst im Mittelalter komplett geschrieben wurde.
Der Code in der Torah
Der Code in der Torah
Auf der Suche nach den codierten Botschaften haben Kabbalisten, Gelehrte und Mystiker für ihr Studium der Torah verschiedene Methoden entwickelt. Eine Methode zum Auffinden von Mitteilungen ist die Zahlenkunde bzw. Gematrie, die sich bereits im ersten und zweiten Jahrhundert entwickelte, da die Sprachen der ersten Texte Hebräisch und Griechisch waren. In der hebräischen Sprache werden Buchstaben auch als Zahlen verwendet.Der Naturwissenschaftler Isaac Newton studierte die letzten Jahrzehnte seines Lebens diese Zahlenmystik ohne bis zu seinem Tod das Rätsel zu lösen. Allerdings war er fest davon überzeugt, dass in der Torah wichtige Hinweise für die Zukunft der Menschheit codiert sind.

Auch die Kabbalisten haben komplizierte Methoden entwickelt, mit denen sie geheime Botschaften in der Torah entschlüsseln wollen. Eine Methode ist die, in einem Text nur die Buchstaben zu lesen, die in einem bestimmten Intervall erscheinen, z.B. jeder 3., 47. oder x-te Buchstabe. Die Buchstaben müssen immer einen gleichen Abstand voneinander haben.
Das Programm
Das Programm

Diese Methode ist als äquidistante Buchstabenfolge bekannt und wird seit Jahrhunderten angewandt. Mit dieser Methode fand ein kabbalistischer Rabbi bereits im 13. Jahrhundert das Datum und die Uhrzeit für den, für gläubige Juden, „Schöpfungsmoment“ der Welt. Bemerkenswert ist, dass dieser Zeitpunkt des jüdischen Kalenders erst im 11. Jahrhundert von Rabbinern bestimmt wurde, die ersten Niederschriften der Torah aber bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurück datiert werden.

Rabbi Weissmantel hat das Phänomen, durch Intervalle bestimmte andere Worte aus dem Text der Torah herauszulesen, vor dem zweiten Weltkrieg in unserer heutigen Zeit wiederentdeckt und bekannt gemacht.
Er zeigte auf, dass wenn man vom ersten „T“ im 1. Mose ausgehend, jeden 49. Buchstaben abzählte das Wort „Torah“ erhielt. Dies findet sich auch im 2. Buch Mose und im 4. und 5. Buch Mose funktioniert es rückwärts. Im 3. Buch ist Torah nicht aufzufinden, stattdessen kann in einem Intervall von 8 Buchstaben folgendes Tetragrammaton, beginnend mit dem ersten J gefunden werden, das eine Symmetrie um den Namen Gottes bildet: Torah-Torah-HaSchem-Harot-Harot-

Das von Rabbi Weissmantel entwickelte System, mit dem er eine Vielzahl solcher Beispiele auffand, wurde von Prof. Daniel Michelson, Universität von Californien in Los Angeles, 1986 aufgegriffen. In einem von ihm verfassten Artikel führte er weitere Beispiele auf und berechnete die mathematische Wahrscheinlichkeit, dass diese Phänomene möglich sind.

Viele weitere Wissenschaftler widmeten sich darauf hin diesem Thema. Einer von ihnen ist der aus Russland stammende und in Israel lebende Mathematikprofessor Eliyahu Rips, der zusammen mit dem Physiker Doron Witztum und dem Computerexperten Joav Rosenberg 1994 ein Computerprogramm entwickelte, mit dem er die Torah nach versteckten Hinweisen absuchte und fündig wurde. Nachdem er alle hebräischen Buchstaben der Torah (304.805) ohne Leerstellen und Satzzeichen aneinander gereiht hatte, wählte er jeden x-ten Buchstaben aus und bildete daraus neue Buchstabenfolgen. Diese neuen „Texte“ ließ er vom Computer, wie bei einem Kreuzworträtsel, von oben nach unten, von links nach rechts usw. durchsuchen. Obwohl die Texte der Torah sehr alt sind, fanden sie in codierter Form erstaunlicherweise anscheinend Botschaften, die auf spätere Personen oder Ereignisse hinwiesen. Die gefundenen Hinweise erscheinen, wie Rips feststellte alle in einer Art Muster, bei dem die einzelnen Buchstaben nahe aneinander liegen.

Ist in der Torah also wirklich “.. alles was ist ..“ und in Zukunft sein wird codiert enthalten?
 
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